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AQUILA
2° Kastrationsaktion um den vielen Erdbebenopfern zu helfen
LEGA
PRO ANIMALE – ITALIEN
Ein starkes Erdbeben hat im April 2009
die historische Altstadt und einige der umliegenden Dörfer
von Aquila komplett zerstört. Viele Menschen fanden den Tod
und über 70.000 haben ihre Wohnungen und Häuser verloren.
Noch heute leben einige der Erdbebenopfer in Wohnwagen und
viele in Containern.
Das LEGA PRO ANIMALE „spay team“ ist
zum ersten Mal im Oktober 2009 nach Aquila aufgebrochen, um
den lokalen Amtstierärzten bei der Kastration hunderter von
Katzen zu helfen, die in den Trümmern der Stadt lebten.
Damals hatten wir über 260 Katzen kastriert und versprochen
im Frühjahr wieder zu kommen.
Am Montag, den 12. April um 5 Uhr
morgens, brachen wir dann auf: Dorothea und Giuliano, Tierärzte
der LEGA PRO ANIMALE, Ambra aus Taranto und Valentina aus
Neapel, beides junge Tierärztinnen. Das Kastrationsmobil und
der kleine Transporter waren schon in den Tagen zuvor mit all
den Dingen, die man für einen solchen Einsatz braucht,
gepackt worden. 4 Stunden später trafen wir in Aquila ein,
mitten in einem heftigen Schneesturm. Wir erreichten
schlingernd das kommunale Tierheim und wurden herzlich von den
Kollegen des Veterinäramtes empfangen. Die Freude war groß,
als wir erfuhren, dass wir im Tierheim selbst einen ganzen
Trakt zu unserer Verfügung hatten: es gab genügend Platz für
eine OP-Abteilung, einen großen Raum für die Vorbereitung
der Tiere, für die Narkose und einen Aufwachraum. Es gab auch
eine Toilette nur für uns alleine mit heißem Wasser –
welch außergewöhnlicher Luxus, wenn wir an die Zeit im
Oktober zurück denken…. Diesmal haben wir sogar eine kleine
Pension gefunden, wo wir übernachten konnten.
Nachdem die Transporter ausgeladen und
die Räume eingerichtet und vorbereitet waren, hätte es
eigentlich losgehen sollen mit dem Operieren. Ich hatte alle
freiwilligen Helfer vom Oktober angerufen und angekündigt,
wann wir kommen würden. Sie sollten die Nachricht verbreiten
und schon mal am Sonntag Katzen einfangen, damit wir am Montag
morgens schon mit dem Kastrieren beginnen könnten. Das
Veterinäramt hatte per Fax alle Tierschutzorganisationen vor
Ort aufgefordert, so viele Katzen wie möglich während
unseres Aufenthaltes zum Kastrieren zu bringen. Aber es war
wie bei unserem ersten Einsatz: keine einzige Katze war
vorhanden. Gegen Mittag trafen 2 Mitarbeiter des Veterinäramtes
ein und sind mit unserem kleinen Transporter voller Fallen
losgezogen. Am späten Nachmittag kamen sie mit 2 Katzen (!)
zurück. Weitere 4 wurden von anderen Leuten gebracht, sodass
am ersten Tag 6 Katzen von 4 hoch qualifizierten Tierärzten
kastriert worden sind, die normalerweise 50 bis 60
Kastrationen pro Tag durchführen, wenn sie auf solchen Einsätzen
arbeiten!
Am nächsten Tag wurde die stattliche
Zahl von 30 Kastrationen erreicht und ich beschloss – genau
wie während unseres ersten Einsatzes in Aquila – selber auf
Katzenfang zu gehen. Einige Adressen gab uns das Veterinäramt
und ich fuhr los in die Dörfer, fragte nach Katzen und fand
sie. Über ein Drittel der Gesamtanzahl der Katzen, die wir
kastriert haben, ist von mir persönlich eingefangen worden.
Die einzige Organisation, die einen
bedeutenden Beitrag in den zwei Wochen unseres Aufenthaltes
zur Kastrationsarbeit beigetragen hat, war die Zweigstelle der
LEAL in Aquila. Sie hat ein Inserat in der Lokalzeitung
gesetzt und viele Katzenbetreuer haben angerufen. Die
Mitglieder dieser Organisation haben eine große Anzahl der
Katzen eingefangen, die wir dann kastriert haben.
Eine andere Organisation, die sich „99
gatti“ (= 99 Katzen) nennt, ist nach dem Erdbeben entstanden
und kümmert sich vor allem um die Katzen in der zerstörten
Altstadt von Aquila (so genannte „rote Zone“). Dort dürfen
nur Personen und Fahrzeuge hinein, die von der Gemeinde eine
Genehmigung haben und es sind noch sehr viele Katzen, die
nicht kastriert sind. Sie werden regelmäßig gefüttert, was
natürlich bedeutet, dass sie auch sehr viele Nachkommen haben
werden. Dieses Mal war unser Operationszentrum ganz in der Nähe
der Altstadt und ich hoffte sehr, dass wir vor allem dort
arbeiten könnten. Ich hätte erwartet, dass die oben erwähnte
Organisation, die all die Futterplätze und auch die Katzen
kennt, uns hilfreich zur Seite steht, aber irgendwie hat es
nicht geklappt. Sie haben den Mitarbeitern des Veterinäramtes
wohl ihren kleinen Transporter überlassen, die aber ohne die
Zone zu kennen nur wenige Katzen in der roten Zone aufgespürt
haben. Die Benzinrechnung haben sie dann uns, der LEGA PRO
ANIMALE, präsentiert.
Insgesamt sind 274 Katzen eingefangen
worden. Drei Kätzinnen und ein Kater waren schon kastriert,
was wir erst in der Narkose feststellen konnten, da die Tiere
keinerlei Identifikation aufwiesen. Wir haben in den zwei
Wochen 270 Kastrationen durchgeführt (156 weibliche und 114 männliche
Tiere). Alle Katzen wurden für Würmer und Flöhe behandelt,
mit einem Mikrochip identifiziert und registriert und im Ohr
mit einem großen grünen Punkt tätowiert, den man schon von
weitem sieht. 75 Weibchen waren trächtig und 17 rollig während
des Eingriffes. Das bedeutet, dass hunderte von kleinen Kätzchen
gar nicht erst geboren werden, die wegen der Gefahren im Straßenverkehr
und der Infektionskrankheiten nur eine winzige Überlebenschance
gehabt hätten.
Auch diese beiden Kastrationswochen sind
hauptsächlich von der „The Anglo-Italian Society for the
Protection of Animals“ in London/UK finanziert worden. Eine
weitere finanzielle Unterstützung ist durch die Sammelaktion
der deutschen Organisation „Pro Tier EU“ bereit gestellt
worden. Alle Beteiligten Personen und vor allem die Katzen,
denen wir helfen konnten, sprechen ihren allerherzlichsten
Dank aus. Ein großes „DANKESCHOEN“ geht an die
amerikanische Organisation „Friends of Roman Cats“, die
die notwendige Anzahl handlicher und tierschutzgerechter
Katzenfallen gesponsert hat.
BITTE
HELFEN SIE MIT EINER SPENDE, DAMIT WIR WEITER KASTRIEREN
KOENNEN:
In
Italien:
LEGA
PRO ANIMALE
Conto
corrente postale: 10973816
Codice
IBAN: IT81 Q076 0114 9000 0001 0973 816
Codice
BIC/SWIFT: BPPIITRRXXX
In Deutschland,
wenn Spendenquittung erwuenscht:
Deutscher
Tierschutzbund e.V.
Sparkasse
Bonn, Konto Nr. 40444, BLZ 37050198
IBAN:
DE 88 37050198 0000040444
BIC:
COLS DE 33
Mit dem Vermerk:
fuer LEGA PRO ANIMALE
In der Schweiz:
Schweizer
Gesellschaft fuer Tierschutz
Postscheckkonto
80-5540-4
Mit dem Vermerk:
fuer LEGA PRO ANIMALE
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Dorothea Friz, DVM
Presidente LEGA PRO ANIMALE
|

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AQUILA
HILFE
FUER DIE FELINEN ERDBEBENOPFER
LEGA
PRO ANIMALE - ITALIEN
Ein starkes Erdbeben hat im April 2009
die Altstadt von Aquila und einige der umliegenden Dörfer
zerstört. Viele Menschen wurden getötet, zig-tausende waren
ohne Dach über dem Kopf. Viele leben noch heute, 7 Monate
nach dem Desaster, in Zelten. Und die Temperaturen laden nicht
zum Kampieren ein.
Dies hat das Team der LEGA PRO ANIMALE
auch festgestellt, als es mit dem mobilen Operationssaal und
über 40 Katzenfallen in Aquila eintraf. Eigentlich sollte
schon im August mit dem Einfangen, Kastrieren und wieder
Freilassen der vielen Katzen begonnen werden, die in den Trümmern
der ehemaligen Wohnhäuser herumirrten und ihre Herrchen oder
Frauchen suchten. An Futter mangelt es ihnen nicht. Seit den
ersten Tagen des Unglücks werden sie regelmäßig und gut gefüttert:
Mitglieder von Tierschutzorganisationen vor Ort (LAV, RAN
onlus, 99 gatti AQ) fahren tagtäglich das gesamte Gebiet ab
und bieten ausreichend Futter und frisches Wasser an. Und natürlich
hat die Natur dann die Rechnung präsentiert. Frühling und
Sommer sind die Hauptzeiten für die Paarung von Katzen und
fast alle Weibchen brachten Junge zur Welt. Das Veterinäramt
kam nicht nach mit dem Kastrieren und selbst dank der Verstärkung
aus der anliegenden Region Reggio Emilia konnten nicht alle
felinen Vierbeiner eingefangen und kastriert werden. Die
Katzenschutzorganisation RAN onlus, die sich eigentlich um die
streunenden Katzen im Gebiet des RAI Fernsehens in Rom kümmert,
hatte die LEGA PRO ANIMALE aus Castel Volturno um Hilfe
gebeten. Das war, wie gesagt im August. Und es dauerte bis
Ende Oktober, bis alle Genehmigungen vorlagen.
Wir (das sind Dorothea und Giuliano,
Tieraerzte der LPA und Ambra, eine Tierärztin aus Taranto)
waren zutiefst betroffen, als wir in Aquila eintrafen. Noch
nicht stadtkundig, haben wir uns prompt verfahren und sind
mitten in der Altstadt gelandet. Rechts und links Häuser mit
riesigen Rissen; komplett zerstört, wie ein Kartenhaus
zusammengebrochen; eine Außenwand weggerissen und man sieht
in ein Wohnzimmer mit Bildern an der Wand, die Tischdecke noch
auf dem Tisch.……
Wir haben das städtische Tierheim
schliesslich erreicht und sind von den Amtstierarztkollegen
herzlich empfangen worden. Leider war der Container, für den
ich angefragt hatte, noch nicht bereit. Das Meeting mit den
Tierschützern und freiwilligen Helfern aus Aquila, welches
ich vorgeschlagen hatte, um unsere Aktionen zu koordiniere,
fand nicht statt. Zudem gab es keine Unterkunft für uns:
70 km
entfernt von Aquila haben wir einen Gasthof gefunden, der uns
aufgenommen hat. Am nächsten Morgen, am Montag den 26.
Oktober, haben wir dann den Container am Rande eines der
Zeltlager übernommen, welches für die Menschen, die ihre Häuser
und Wohnungen verloren hatten, errichtet worden war. Aber es
gab ein Problem: Wasser lief zur Tür heraus und drinnen war
alles überschwemmt. Männer vom Zivilschutz und vom Militär
haben ihr Möglichstes getan, um den Schaden zu beheben. Am
Ende haben wir das Wasser aber doch lieber abgestellt. Zum Händewaschen
und zur Reinigung der Operationsbestecke mussten wir es
eimerweise von einem Außenhahn abzapfen. Dann haben wir
ausgeladen und aufgebaut. Eigentlich sollten schon Katzen zum
Kastrieren vorhanden sein. Außerdem sollten wir drei
freiwillige Helfer aus Aquila zur Seite haben, aber es kamen
weder Katzen noch Helfer. Irgendwann zeigte uns ein junger
Mann einige der Tiere.
Die meisten seien aber schon kastriert. Zusammen mit ihm haben
wir einige der der Katzen eingefangen. Danach saßen wir
wieder da, ohne Arbeit. Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass
unsere Anwesenheit gar nicht sonderlich erwünscht war. Ich
bin dann einfach alleine losgefahren, habe mit den paar
Menschen, die in den Dörfern geblieben sind, Kontakt
aufgenommen, nach streunenden Katzen gefragt. Sehr viele habe
ich dann selbst gefangen.
Nach fast 20 Eingriffen am ersten Tag,
waren wir nicht gerade überarbeitet (auswärts kastrieren wir
normalerweise 50-60 Katzen pro Tag), aber trotzdem sehr müde
und wollten nicht nochmals
70 km
zum Gasthof fahren, denn die Benzin- und Autobahnkosten hätten
unser Budget gesprengt. Wir
haben versucht in Aquila eine Bleibe zu finden,
aber erfolglos. Einer der Amtstierärzte bot uns dann
einen Camper an und der Zivilschutz stellte ein Bett samt
Matratze zur Verfügung. Nach der Arbeit haben wir einfach
unsere Arbeitstische zur Seite geschoben, das Bett
aufgeschlagen und der OP-Vorbereitungsraum wurde zum
Schlafzimmer. Wir durften die Toiletten und Duschen vom Camp
benutzen. Ich habe mir nachts ganz genau überlegt, ob ich
wirklich raus müsste, bei einigen Grad unter Null oder
Regenschauern….. Gott sei Dank haben wir in der 2. Woche
eine Pension in der Nähe gefunden.
Vom 2. Tag an hat uns ein junger Mann
aus Aquila geholfen. Tiziano ist
selbstständig auf Katzenfang gefahren und endlich
hatten wir etwas zu tun. Ein weiterer freiwilliger Helfer kam
dazu und zusammen mit den Katzen, die von einem anderen Team
eingefangen worden sind, ist die stolze Zahl von 269 Tieren
zusammen gekommen. Zwei sehr alte, total abgemagerte Kater
mussten schnellstens von ihrem Leiden erlöst werden, denn
beide hatten aufgebrochene,
nicht operierbare Tumore und konnten nichts mehr fressen.
Drei der weiblichen und eines der männlichen
Tiere waren bereits kastriert, was leider wegen fehlender
Markierung erst erkannt wurde, als sie schon in Narkose lagen.
Eine dieser Katzen wurde vermutlich von der Flanke her
operiert, weil keine Operationsnarbe auf dem Bauch sichtbar
war. Wir haben erst während der Operation gemerkt, dass sie
schon kastriert war. Insgesamt sind somit 264 Tiere operiert
worden (121 männliche und 143 weibliche). Alle Tiere sind
gegen Würmer und Flöhe behandelt worden. Außerdem wurden
sie mit einem Mikrochip identifiziert sowie in den Ohren und
an der Operationsstelle tätowiert. Da Katzen Stehohren haben,
kann man nun schon von weitem den grünen Tätowierpunkt im
Ohr erkennen.
Gegen Ende der zweiten Woche hatte sich
in Aquila herumgesprochen, dass wir Straßenkatzen kastrieren
und es haben andere Katzenbetreuer angerufen. Einige dieser
Tiere konnten wir noch kastrieren. Es leben aber noch hunderte
von Katzen im Zentrum Aquilas und in den Dörfern der Provinz,
die einzufangen und zu kastrieren sind. Wir hoffen, Sponsoren
zu finden, die einen weiteren Einsatz im Frühling
finanzieren, ehe die Kätzinnen wieder rollig werden und
tausende von Kätzchen zur Welt kommen, die nur eine geringe
Überlebenschance haben (Viruserkrankungen, Unfälle).
Die beiden „spay weeks“ sind diesmal
von der „The Anglo-Italian Society for the Protection of
Animals“ in London finanziert worden, der alle Beteiligten
ihren herzlichen Dank aussprechen. Ein großes Dankeschön
auch an die amerikanische Organisation „Friends of Roman
Cats“, die die notwendige Anzahl von handlichen und
tiergerechten Katzenfallen gesponsert hat.
Dorothea Friz, DVM
Presidente LEGA PRO ANIMALE
BITTE
HELFEN SIE MIT EINER SPENDE, DAMIT WIR WEITER KASTRIEREN
KOENNEN:
In
Italien:
LEGA
PRO ANIMALE
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corrente postale: 10973816
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BIC/SWIFT: BPPIITRRXXX
In
Deutschland, wenn Spendenquittung erwuenscht:
Deutscher
Tierschutzbund e.V.
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Bonn, Konto Nr. 40444, BLZ 37050198
IBAN:
DE 88 37050198 0000040444
BIC:
COLS DE 33
Mit
dem Vermerk: fuer LEGA PRO ANIMALE
In
der Schweiz:
Schweizer
Gesellschaft fuer Tierschutz
Postscheckkonto
80-5540-4
Mit
dem Vermerk: fuer LEGA PRO ANIMALE
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