KASTRATIONSAKTION IN LADISPOLI 23/24/25.06.2008 Im November
Die Gemeinde von Ladispoli war nach 2 Jahren ohne Kastrationen wieder voll mit neuen Katzen und hat sich an uns erinnert. Wir haben zugesagt und nach tagelangen Vorbereitungen zuhause sind wir dann am Montag den 21. 6. um 4 Uhr morgens gestartet: mit unserer grossen Ambulanz, in der wir auch operieren und das kleinere Fahrzeug zum Einfangen der Tiere. Beide Autos waren randvoll mit Fallen, Kaefigen, Decken, Bettwaesche, Autoklaven und alles was wir so brauchen.
Als wir nach 4 Stunden Fahrt mit viel Stau um Rom herum
auf dem Grundstueck des Zivilschutzes von Ladispoli ankamen, waren schon
alle bereit und einige Katzen waren schon da zum Kastrieren. Auspacken,
Einraeumen und dann gings los. Und so ging es dann weiter bis fast 22 Uhr
und wir waren alle mehr tot als lebendig. Die Gemeinde hat nicht nur die
notwendigen Medikamente und Materialien zur Verfuegung gestellt, sie hat
uns auch auf ihre Kosten in der Naehe untergebracht. Und am naechsten
Morgen ging es gleich weiter. Am dritten Tag kamen weniger Katzen, aber 10
Hunde. Abends haben wir dann schon wieder zusammengepackt und alles
verstaut. Am Donnerstag morgen sind die letzten Katzen freigelassen worden
und die Betreuer haben alle Fallen und Kaefige zurueck gebracht und wir
konnten wieder nach Hause fahren. Und wieder waren es 4 Stunden Fahrt mit
unendlichem Stau um Rom herum und die Sonne immer von vorne – Sauna
gratis! Aber alle sind wir zufrieden mit unserer Leistung. Viele der Kaetzinnen waren schon traechtig oder rollig und das Bewusstsein, dass nun 92 Katzen keine Kaetzchen mehr erzeugen koennen, die dann von Autos auf dem Asphalt zerquetscht werden (wie das am 2. Abend ganz in unserer Naehe passiert ist, das Bruederchen ist um ein Haar demselben Schicksal entgangen und wurde kastriert und vermittelt), gibt einem die Kraft immer weitere Hoechstleistungen zu vollbringen. Ein grosses Dankeschoen der Anglo-Italian Society for the
Protection of Animals, die nicht nur die beiden Einsatzfahrzeuge
gesponsort hat, sondern die auch die Deckung der restlichen Kosten
uebernimmt (Tierarzt, Diesel, Autobahngebuehren).
Zuhause angekommen wurde wieder alles ausgepackt, mit dem Dampfstrahler desinfiziert und wieder verstaut. Bis zum naechsten Mal und hoffentlich wird das bald sein. Die Gemeinde von Ladispoli hat eingesehen, dass es nicht reicht hin und wieder mal eine solche Aktion zu starten. Mindestens 2 Mal pro Jahr sollte eine Kontrolle durchgefuehrt werden, um die neuen noch nicht kastrierten Katzen einzufangen und zu kastrieren. Und das Beste ueberhaupt waere, kostenlose Kastrationen fuer Besitzertiere anzubieten. Das kostet viel weniger, ist weniger kompliziert und verhindert, dass Tiere ueberhaupt auf der Strasse landen. Hier im Sueden haben die meisten Haustiere die Moeglichkeit ein und aus zu gehen, wie es ihnen gefaellt. Wenn sie dann traechtig zurueck kommen, werden sie „entsorgt“. Das Gleiche passiert mit unerwuenschtem Nachwuchs, vor allem wenn er zu zahlreich ist und fuer die Jungtiere keine neuen Besitzer gefunden werden.
Ein herzliches Dankeschoen an alle Beteiligten und vor
allem an Astrid, der Delegierten vom Zivilschutz in Ladispoli, die mit
Argusauge darueber gewacht hat, dass auch alle Fallen und Kaefige wieder
zurueck kommen.
KASTRATIONSAKTION IN LADISPOLI
Am 11 Juni 2006 brachen zwei Tieraerzte und eine Tiermedizinstudentin aus Deutschland, die in der Tierklinik der LEGA PRO ANIMALE ein Praktikum absolvierte, morgens um 5 Uhr mit 2 voll gepackten Transportern nach Ladispoli auf. Eines dieser Gefaehrte ist als Tierambulanz von den Behoerden genehmigt. Waehrend solcher besonderen Aktionen erlaubt der jeweilige Buergermeister mit einer Ausnahmegenehmigung, darinnen zu kastrieren. Ladispoli ist ein Ort direkt am Meer und noerdlich von Rom in der Region Lazio gelegen. Schon im Jahre 2005 hat die LEGA PRO ANIMALE mit ihrem Team in knapp 2 Wochen (8 Arbeitstage) 277 Katzen und 26 Hunde kastriert. Diesmal konnten weitere 81 Katzen (41 weiblich und 40 maennlich) und 14 Huendinnen unfruchtbar gemacht werden und das in nur 1 1\2 Arbeitstagen.
IN DER FOLGENDEN GRAFIK KANN MAN DIE VERTEILUNG DES ALTERS DER EINGEFANGENEN TIERE ERKENNEN:
alter der männlichen kastrierten Katzen in Ladispoli 2006 (40 insgesamt)
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IM VERGLEICH DAZU DIE ERGEBNISSE AUS DEM VORJAHR
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alter der weiblich kastrierten Katzen in Ladispoli 2006(41 insgesamt)
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IM VERGLEICH DAZU DIE WERTE AUS DEM VORJAHR:
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Man sieht deutlich, dass, vor allem bei den weiblichen Tieren, die Altersklasse 1-3 Jahre in beiden Aktionen am zahlreichsten vorhanden war (Jungtiere = erhoehte Fruchtbarkeit, weniger anfaellig fuer Krankheiten)
Dann ging es weiter nach Civitavecchia, wo wir auch im Jahre 2004 schon eine Katzenkastrationsaktion ausgefuehrt hatten: in 9 Arbeitstagen
konnten damals 390 Katzen kastriert werden. Im Jahre 2004, reichte die Zeit leider nicht, die Genehmigung zu bekommen, auch die Katzen
innen im Gefaengnis von Civitavecchia einzufangen und zu kastrieren. Aber diesmal klappte es: in 2 1\2 Arbeitstagen haben die aktiven
Tierschuetzer vor Ort 94 Weibchen und 66 Kater eingefangen. Alle wurden kastriert und sind am naechsten Tag putzmunter wieder an ihren
Fangort zurueck gekkehrt.
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Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass einmalige Aktionen dieser Art nie ein befriedigendes Ergebnis erzielen: die dauerhafte Verminderung
der Anzahl der Strassentiere. Das hat auch die Gemeinde von Civitavecchia nun eingesehen: sie richtete eine kleine Tierklinik fuer die
Amtstieraerzte ein, wo auch weiterhin die Tiere kastriert werden, die waehrend unserer Aktionen nicht in die Fallen gegangen sind. Die
Tierschuetzer vor Ort sind vollauf begeistert. Und auch den Gemeinderat von Ladispoli konnten wir von der Notwendigkeit eines kleinen
Sterilisationszentrum vor Ort ueberzeugen. Der Deutsche Tierschutzbund e.V. in Bonn stiftet einen Container, der mit allem Notwendigen fuer
Kastrationen von Hunden und Katzen ausgestattet ist. Die Gemeinde verpflichtet sich per Vertrag eine gewisse Anzahl von Kastrationen pro Monat
auf ihre Kosten durchfuehren zu lassen. Zwei Orte, zwei Modelle, die sicherlich ihren Beitrag dazu leisten, dass in einigen Jahren keine
ausgemerkelten und kranken Kaetzchen mehr auf den Strassen gefunden werden. Hoffen wir nur, dass auch andere Gemeinden diesem Beispiel folgen
werden.
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